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Dunkles Roggenbrot mit Haselnüssen und Feigen

Dunkles Roggenbrot mit Haselnüssen und Feigen

Dunkles Roggenbrot

Ein gutes Brot beim Bäcker zu bekommen, das lange frisch bleibt, lecker und bekömmlich ist … wirklich schwierig! Oft kann man sich nicht ganz sicher sein, ob die dunklen Brote künstlich gefärbt wurden oder ob nicht doch eine Fertigmischung der Backmittelindustrie in die Knetmaschine geschüttet wurde. Um zumindest bei den Zutaten etwas auf die Qualität zu achten, kaufen wir hauptsächlich Biobrot. Doch auch das ist meist nicht ganz zufriedenstellend. Oft sind sie sehr teuer und nach spätestens zwei Tagen ausgetrocknet und nicht mehr so lecker.

Eigentlich würden wir unser Brot gerne immer selber backen. Das Erste was man aber bei diesem Thema akzeptieren und einplanen muss ist: „Brot braucht Zeit“. Die meiste Zeit geht bei der Herstellung eines Roggenbrots mit Natursauerteig drauf. Das dauert gut und gerne drei Tage bis es verzehrt werden kann (Sauertteig gehen lassen, Vorteig gehen lassen, in der Form ruhen lassen….). Diese Variante ist aber eben auch die gesündeste und wie wir finden auch die leckerste Brotsorte.

Das folgende Brot wird nicht mit Sauerteig gebacken, sondern mit Trockenhefe. Es ist ein Rogen-Dinkelmischbrot und ist für uns eine gute und schnellere Alternative zum Sauerteigbrot. Es ist ein dunkles Roggenbrot mit Nüssen, Kernen und einer leicht süßlichen Note, die durch Feigen entsteht. Es bleibt lange saftig und Olivia mag es gerne. Sie bohrt erstmal die Nüsse aus der Brotscheibe und knabbert dann eine Weile bis sie den Rest isst. Bei den Nüssen und Früchten im Brot kann man gut variieren und nur das nehmen was man gerne mag.

Zutaten
100g Roggenkörner
60g Sonnenblumenkörner
500ml kochendes Wasser
250g Joghurt (3,5 Fett)
2 EL Honig
1 EL Meersalz
1,5 EL Kakoapulver
75g getrocknete Feigen
2 Hände ganze Haselnüsse
4 TL Trockenhefe
400g Vollkorn-Roggenmehl
150g Vollkorn-Dinkelmehl
60g helles Dinkelmehl

Die Roggen- und Sonnenblumenkörner mit dem kochenden Wasser übergießen und 20 Minuten darin einweichen. Danach die Hefe und das Roggenmehl vermischen und mit einem Holzlöffel unter die Körner rühren. Joghurt, Honig, Salz und Kakoa untermischen. Die Feigen in kleine Stucke schneiden und zusammen mit den Haselnüssen zum Teig geben. Alles gut verrühren. Die Schüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Später den Roggenteig auf eine bemehlte Fläche geben und mit den beiden Sorten Dinkelmehl mit den Händen mindestens 5 Minuten kneten. Der Teig ist sehr klebrig, aber das ist richtig so, Am Ende zu einer Kugel formen und zurück in die Schüssel geben und mit Wasser besprenkeln. Mit Frischhaltefolie verschließen und den Teig über Nacht mindestens 8 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank holen und in eine eingefettete Backform geben (für ca. 1kg Teig). Den Teig beim Einfüllen etwas zusammendrücken, um die Luft herauszupressen. Den Teig in der Backform mit Wasser besprenkeln und mit Mehl bestäuben. Die Backform zwei Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Der Teig wird etwas aufgehen. Den Backofen auf 200° heizen(ich nehme dabei immer Ober-Unterhitze mit Heißluft in Kombination). Das Roggenbrot eine Stunde backen. Danach aus dem Backofen holen und abkühlen lassen.

Brot von oben

Tipp
Das Roggenbrot schmeckt durch die Feigen leicht süßlich. Wer das nicht mag, kann die Feigen auch weglassen und stattdessen vielleicht noch eine andere Nusssorte hinzugeben.
Die Haselnüsse können auch durch Walnüsse ersetzt werden.

Quellen
Die Mehlmengen für den Teig kommen aus dem Buch „The green kitchen“ von David Frenkiel und Luise Vindahl. Ihr dänisches Roggenbrot ist etwaszurückhaltender im Geschmack, aber auch überaus lecker.


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